Wie wird Nach­hal­tig­keit im Un­ter­neh­men vor­aus­schau­end plan­bar?

Die Erkenntnis, dass Nachhaltigkeitsthemen und -kommunikation als feste Bestandteile der Unternehmensstrategie jetzt und in Zukunft unabdingbar sind, ist nur der erste Schritt in einem hoch komplexen Prozess. Der explosive Cocktail im Zusammenspiel mit digitaler Transformation und global gesellschaftlichen Entwicklungen wird häufig deutlich unterschätzt. Fatalerweise gehen viele Unternehmen in ihren bisherigen Nachhaltigkeitsstrategien von linear verlaufenden Trends aus. Der Gedanke, so werde es schon irgendwie kommen, täuscht dabei über die Tatsache hinweg, dass sich komplexe (Öko)-Systeme nicht linear entwickeln, sondern höchst veränderlich sind. Ein Ausweg: Die Szenariotechnik als wertvolle Planungsgrundlage, um Unternehmen resilient, krisen- und zukunftssicher aufzustellen.

Mit Sze­na­rio­tech­nik Un­si­cher­hei­ten in den Griff be­kom­men

Die immer stärkere globale Vernetzung verbindet uns im positiven wie auch im negativen Sinn. Und mit aller Konsequenz. Die Implementierung einer tragenden Nachhaltigkeitsstrategie entlang der kompletten Wertschöpfungskette bekommt dadurch viele Dimensionen, an die es im Vorfeld zu denken gilt.

Generell lässt sich sagen: Sämtliche Zukunftsstrategien sind vor einem eher unsicheren Hintergrund zu betrachten. Sie sind fragil und fraglich. Die Annahme, der Weg in die nachhaltige Zukunft eines Unternehmens gehe von einem mehr oder weniger gradlinigen Verlauf aus, gilt also mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr. Parallelen zu Gedankenspielen der Chaostheorie, wie der Flügelschlag eines Schmetterlings in China einen Sack Reis umkippt, sind aktueller denn je. Nachhaltigkeit in diesem Zusammenhang als ein andauerndes Balancieren in einer höchstveränderlichen Welt zu verstehen, ist eine gute Ausgangsbasis, um mithilfe geeigneter Planungstechniken die Unwägbarkeiten und Unsicherheiten in den Griff zu bekommen.

Ein Aus­weg: Pla­nung mit Sze­na­rio­tech­nik

Eine dieser Planungstechniken ist die Szenariotechnik. Entwickelt werden dabei alternative zukünftige Situationen sowie Wege, die zu diesen zukünftigen Situationen führen.

Die einzelnen Szenarien stellen dann hypothetische Folgen von Ereignissen auf und machen gleichzeitig auf kausale Prozesse und Entscheidungsmomente aufmerksam. Zu jeder definierten hypothetischen Situation der Zukunft werden in der Planung Varianten und Alternativen entwickelt, welche Möglichkeiten das Unternehmen in jedem Stadium hat, den Prozess zu steuern und entsprechende Maßnahmen zu aktivieren. Typischerweise verfolgt Szenariotechnik die Analyse von Extremszenarien, wie zum Beispiel:

* Best Case Szenario

* Worst Case Szenario

* Trend Szenario (besonders relevantes oder typisches Szenario)

Das rich­ti­ge Team und die rich­ti­gen Fra­gen

Um jedes einzelne dieser Szenarien möglichst umfassend zu entwickeln, empfiehlt sich die Einbindung externer Experten aus relevanten Disziplinen wie Umwelt, Forschung oder Beratung. Auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Partnern oder Hochschulen kann hier wertvolle Erkenntnisse liefern und bisher ungeahnte Handlungsoptionen für die nachhaltige Zukunft eröffnen.

Steht das richtige Team erst einmal bereit, müssen die richtigen Fragen gestellt werden. Gegebenenfalls lohnt sich hier die Investition in ein systematisches und mehrstufiges Befragungsverfahren. Die Delphi-Methode beispielsweise erlaubt über ausgefeilte Rückkopplungen, zukünftige Ereignisse, Trends, technische Entwicklungen und dergleichen möglichst genau einschätzen zu können und daraus Maßnahmen für die einzelnen Szenarien abzuleiten. Als erfahrene Beratungsexperten in Sachen Nachhaltigkeitsstrategie und -kommunikation navigieren wir Sie gern durch diesen Prozess und gehen den Weg in die nachhaltige Zukunft Ihres Unternehmens Schritt für Schritt.

Was das in direkter Folge mit der kritischen Auseinandersetzung bestehender Geschäftsmodelle zu tun hat, erfahren Sie im nächsten Teil unserer Themenstrecke Nachhaltigkeitsstrategien und -kommunikation.

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