7. Mai 2019

Digitalisierung bedeutet PR neu zu denken

Zurzeit gilt vor allem Big Data die Aufmerksamkeit

Digitalisierung ist mehr, als die einfache Übertragung analoger Prozesse in digitale Strukturen.

Wenn wir von Digitalisierung in der PR sprechen, dann ist damit eine vielschichtigere Entwicklung gemeint. Sie ist geprägt von Omnichanneling und dem Zusammenrücken von PR, Marketing und Vertrieb. Und Big Data spielt hierbei eine tragende Rolle. Denn all die Kundendaten, die Unternehmen sammeln, können genutzt werden, um deutlich gezieltere und damit wirksamere PR zu generieren als es vor der digitalen Revolution möglich war.

Omnichanneling

Informationen werden über die neuen Kanäle deutlich schneller verbreitet und konsumiert – mobile Endgeräte wie Smartphone, Tablet oder Notebook machen es möglich. Content muss also schneller und in vielen verschiedenen Formen kreiert werden. Auf Social-Media-Plattformen zum Beispiel sind knappe, gut verdauliche Inhalte statt seitenlanger Pressemitteilungen gefragt. Möchten Marketingabteilungen innerhalb von Unternehmen alle PR-Kanäle im Blick haben und bespielen, stoßen sie inzwischen schnell an ihre Kapazitätsgrenzen. Zusätzlich erschweren die neuen DSGVO-Richtlinien beispielsweise das Aussenden von Newslettern. Hier wirken PR-Agenturen entlastend. Denn sie verfügen über einen deutlich größeren Pool an Mitarbeitern, über die neuste Software und eine eigene interne oder externe Rechtsberatung.

Wenn Konsumenten gezielter ansteuerbar sind, müssen auch die Inhalte zielgruppenspezifisch ausgerichtet werden. Der Trend geht zum individualisierten Content. Das zeigt sich auch im Bereich des Influencer-Marketings. Influencer beziehungsweise Meinungsmacher sind als Experten anerkannt und gelten in ihrer Community als vertrauenswürdige Vorbilder. Sie ergänzen den klassischen Markenbotschafter. Ihrer Meinung und Empfehlung wird Beachtung geschenkt. Unternehmen nutzen diese Reputation, um auf sich aufmerksam zu machen. Bisher fand Influencer-Marketing vor allem im B2C-Bereich für Konsumgüter Anwendung. Mit der Formierung von Micro-Influencern, die noch engere Zielgruppen erreichen, ist diese Art des Marketings aber auch für den B2B-Bereich interessant.

Die Vielfalt an Kommunikationskanälen erfordert eine gut durchdachte Kommunikationsstrategie. PR-Agenturen müssen in der Zielsetzung mit dem Kunden eruieren, welche Kanäle für welche Kampagne zielführend sind und welcher Content auf welcher Plattform ausgespielt wird. Der wichtigste Kanal ist die Unternehmenswebsite selbst beziehungsweise die sogenannten Social-Media-Newsrooms. Sie gelten als Weiterentwicklung des klassischen Online-Pressebereichs. Hier bieten Unternehmen nicht mehr nur Pressemitteilungen und Bilder zum Herunterladen an, hier wird auch der Content aus allen bespielten Social-Media-Kanälen zentral gebündelt. Journalisten, Influencer, Blogger und Kunden gelangen darüber schnell und effizient an ihre gewünschten Informationen. Zugleich werden ihnen Anreize für eine mediale Berichterstattung gegeben. Ist die Website gut aufbereitet und leicht zu handhaben, greifen Journalisten gerne darauf zurück – das Vertrauen in Unternehmenswebsites ist in den letzten Jahren gestiegen. Vor allem Premium Content, der von PR-Agenturen für Unternehmen erstellt wird, zeugt von hoher Qualität und wird von der Fachpresse gerne genutzt.

PR, Marketing und Vertrieb rücken zusammen

Mit veränderten Kommunikationskanälen rücken PR, Marketing und Vertrieb enger zusammen. Zum einen müssen die über alle Kanäle gesammelten Daten, die das Wissen über den Kunden betreffen, gemeinsam ausgewertet werden. Zum anderen hat sich der Kaufprozess durch das Internet und Social Media massiv verändert. Die Käufer sind bereits durch einen Großteil des Verkaufsprozesses gegangen, bevor sie persönlich mit einem Vertriebsmitarbeiter sprechen. Der Vertrieb muss also dem Kunden ins Internet folgen. Ein tief gehendes Verständnis der gesamten Customer Journey ist Voraussetzung für eine kundenorientierte Marketing- und Vertriebsausrichtung. Hier kommen Customer Relationship Management (CRM)-Systeme ins Spiel. Alle erworbenen Kundendaten aus den verschiedenen Abteilungen – PR, Marketing und Vertrieb – werden darin gespeichert. CRM-Systeme ermöglichen dann ein gezieltes Lead-Management, Reportings und Analysen.

Zentraler Bestandteil von Customer Relationship Management ist das Kampagnen Management. Es zielt darauf ab, jeden Kunden mit dem passenden Informationsangebot über den richtigen Kommunikationskanal und zum richtigen Zeitpunkt anzusprechen. Dafür wiederum sind die im CRM-System erworbenen und analysierten Erkenntnisse über den Kunden wegweisend. Aus ihnen werden die entsprechenden Werbemaßnahmen abgeleitet. Am Ende lässt sich ihre Wirkung im CRM-System ablesen und Schlüsse für Folgekampagnen daraus ziehen.

Agentur bietet Orientierung in einer komplexen Medienwelt

Durch die Digitalisierung ist die Produkt-, Marken- und Unternehmenskommunikation wesentlich komplexer geworden. Sich deshalb als Unternehmen dieser Entwicklung zu verschließen wäre grob fahrlässig. Digitalisierung ist notwendig, um im Bewusstsein der Kunden zu bleiben beziehungsweise neue Kunden zu binden und dadurch den eigenen wirtschaftlichen Erfolg zu sichern. Zugleich darf die digitale Weiterentwicklung eines Unternehmens kein Schnellschuss sein. Aufgrund der Vielfalt der Kommunikationskanäle und dem veränderten Konsumverhalten, ist es wichtig einen fundierten, langfristigen Plan zu erarbeiten. Hierbei helfen PR-Agenturen wie die Ruess Group. In enger Absprache mit dem Unternehmen erstellen wir Konzepte und Dokumentationen, führen Analysen durch und nehmen immer wieder Anpassungen der Digitalisierungsstrategie vor. Wir verfügen über die entsprechende Software wie dem CRM-System Hub-Spot und über ein breit aufgestelltes Team mit Redakteuren, Grafikern und Programmieren. Zudem haben wir uns ein großes Netzwerk an externen digitalen Dienstleistern aufgebaut und halten dadurch nicht nur uns, sondern auch unsere Kunden immer auf dem neusten Stand der digitalen Entwicklung.