Nachhaltigkeit als dynamisches Konzept

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Nachhaltigkeit verändert Wettbewerb und Wachstum

Nachhaltigkeit ist kein Trend. Sie ist eine Notwendigkeit, die bereits in den 70er Jahren des vergangenen Jahrtausends proklamiert wurde – mit der Erkenntnis, dass wir mehr Ressourcen verbrauchen, als der Globus verträgt. Kein Zufall, dass unter anderem das Design des internationalen Symbols für Recycling aus dieser Zeit, den 70ern, stammt. Mit der Fridays-for-Future-Bewegung und weltweit neuen Wachstumsherausforderungen ist das Thema nun ins Zentrum der allgemeinen Wahrnehmung gerückt. Strengere Umweltauflagen, E-Mobilität, ein neues Verhältnis zu Flugreisen und Virtualisierung, Energiewende und CO2-Footprint zeugen davon.

Unternehmen haben erkannt: Künftiges Wachstum wird – unter den veränderten Voraussetzungen von Globalisierung, demografischer Entwicklung, Klimawandel, knappen Ressourcen und einem stärkeren Umwelt­ und Verantwortungsbewusstsein der Konsumenten – aus einer neuen Mischung von Ökonomie, Ökologie und gesellschaftlichem Engagement generiert. Analytiker sprechen von einer Ökologisierung der Wirtschaft und von Wettbewerbsvorteilen für die Unternehmen, die Nachhaltigkeit für sich als wichtiges Thema auf die Agenda setzen. Warum? Es ist davon auszugehen, dass zukünftig jene Unternehmen das Vertrauen der Kunden erhalten, die Nachhaltigkeit in ihre Geschäftsmodelle integrieren, neue, nachhaltige Geschäftsmodelle kreieren und sich proaktiv auf kommende Marktveränderungen einstellen. Dabei geht es um mehr Effizienz, die Steigerung des Unternehmensimages, Mitarbeiterzufriedenheit und auch um größere Chancen bei der Rekrutierung junger Mitarbeiter.

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Nachhaltigkeit als dynamisches Konzept müsste eigentlich Zukunftslebendigkeit heißen.

Nachhaltigkeit macht sich übrigens auch bei den klassischen Kennzahlen positiv bemerkbar: Nachhaltig agierende Unternehmen der Konsum- und Handelsbranche steigern ihre EBIT-Marge. Sie ist im Durchschnitt sechs Prozentpunkte höher als bei den weniger nachhaltig operierenden Wettbewerbern (LBBW Research). Ein Nachhaltigkeitskonzept kann bei gleichwertigen Angeboten ausschlaggebend sein, schließlich werden gängige Konsummuster kritischer hinterfragt, neue Kundenbedürfnisse hervorgerufen. Unternehmen und Produkte, die dem neuen Wertekanon (gesund, fair, vegan, umweltfreundlich, nachhaltig, sinnhaft) nicht gerecht werden, stehen in der öffentlichen Kritik und werden von den zunehmen kritischeren Konsumenten abgestraft. CSR und Nachhaltigkeit werden zu Erfolgsfaktoren für den Verkauf, Reputationsgewinn und Arbeitgeberimage.

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Für das Marketing ist es wichtig zu erkennen, dass Nachhaltigkeit/nachhaltiges Wirtschaften ein neues globales Werte-Set, neue Konsum-Logiken und damit neue Märkte beinhaltet. In diesem Change-Prozess gilt es, strategisch ein nachhaltiges Leitbild aufzubauen und dieses konsistent und glaubhaft umsetzen. Lobbyarbeit kann dabei ein wirksames Marketinginstrument sein. Es reicht nicht mehr aus, gute, innovative Produkte oder Dienstleistungen zu entwickeln und anzubieten. Unsere Gesellschaft fordert von Unternehmen und Unternehmern faires, nachhaltiges und verantwortungsbewusstes Wirtschaften und Handeln. Kunden, Mitarbeiter und Auftraggeber wollen Transparenz über Arbeits- und Produktionsbedingungen und erwarten, dass Unternehmen gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Insofern ist Nachhaltigkeit ein Strategie- und Führungsthema, aber eben auch ein immer wichtigeres Marketingthema: Auf Basis einer authentischen Nachhaltigkeitsstrategie lässt sich eine glaubwürdige Nachhaltigkeitskommunikation entwickeln, die sämtliche relevanten Kanäle und Plattformen umfasst.

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Wir unterstützen Unternehmen dabei, ihre Innovationen und Beiträge an die Zielgruppen zu kommunizieren und zu vermarkten. Wir helfen mit passenden Strategien und konkreter Umsetzung bspw. mit Nachhaltigkeits-Ratings, CSR-Initiativen oder Nachhaltigkeitsberichten, mit der Entwicklung einer Arbeitgebermarke und einem nachhaltigen Employer Branding.