10. Mai 2021

Gestaltung von Online-Events mit 3D-Erlebnis-Architektur

Die drei Grundprinzipien des Designs von Online-Events

Viele der ersten und seit März 2020 notwendigen Gehversuche von Unternehmen in der Gestaltung virtueller Messen und Online-Events waren davon geprägt „aus der Not eine Tugend zu machen“ – eher statisch und mit vergleichsweise wenig Interaktionsmöglichkeiten. Funfactor? Gleich null. Deutlich erfolgreicher sind seit Beginn der Corona-Pandemiekrise diejenigen Unternehmen, die von Anfang an auf die strategische Kombination eines interaktiven Content-Konzepts mit einem emotional ansprechenden visuellen Raum- und Erlebnisdesign setzten. Dass das nicht zwangsläufig mit hohen Investitionskosten für einen Online-Event einher gehen muss, zeigen clevere Ideen und skalierbare Lösungen, die mit nahezu jedem verfügbaren Budget erfolgsversprechend realisierbar sind.

Nicht die Größe des virtuellen Raums entscheidet über den Erfolg einer Online-Veranstaltung, sondern der Erlebnisfaktor und Mehrwert, der dem Besucher geboten wird. Die Prämisse lautet: „Schau‘ mal, was Du mit mir gemeinsam erleben und erreichen kannst“. Ein virtuelles Event muss zwangsläufig mit den vielen Versuchungen der Ablenkung bei der Teilnahme vom heimischen Wohnzimmer aus konkurrieren. Daher gilt es, den Content von Online Events so spannend und interaktiv wie möglich auszurichten. Denn auch der ambitionierteste virtuelle Teilnehmer schaltet nach einer gewissen Zeit bei hunderten Klicks und passivem Input irgendwann ab. Ein inhaltliches Konzept als roter Faden ist unabdingbar, Nachteile der 2D-Oberfläche lassen sich allein schon gut kompensieren, wenn Präsentationen, Videoclips oder Filmbeiträge hochwertig designt und aus einem Guss sind. Dabei sind anschauliche digitale Anwenderberichte mit Live-Chat Funktion einem theoretischen Frontalvortrag immer vorzuziehen.

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Von der 2D-Welt zum hybriden Event

Von der Planung her betrachtet, gibt es beim Design einer virtuellen Messe im Prinzip drei jeweils skalierbare und jederzeit miteinander zu kombinierende Möglichkeiten. Die Basisvariante ist ein einfacher 2D-Messestand unter der Nutzung bereits vorhandener Renderings, Online- und Bewegtbildformate, die in einen inhaltlichen Rahmen eingebettet werden. Deutlich mehr Inszenierungselemente werden möglich bei komplexeren 3D-Messeständen mit Elementen zur Interaktion und einer stringenten Inszenierung über Live-Kommunikationsformate für den direkten Kunden-Kontakt sowie praxisnahe Präsentationen als Infotainment für die Teilnehmer. Die Bandbreite der Gestaltungsmöglichkeiten ist vielseitig und geht dann im Premiumsegment bis hin zu komplett animierten Messe-Events mit Virtual- und Augmented-Realtiy-Tools auf einer eigenen Event-Plattform.

Durch die rasante technische Entwicklung werden sich die Art und Weise virtueller Erlebnisse entsprechend weiterentwickeln und in absehbarer Zeit ein integraler Bestandteil der neuen „Messe-Normalität“ werden, in der das Live-Erlebnis einer realen Messe direkt und sinnvoll mit seiner virtuellen Spiegelung als Hybride Messe verbunden wird.

Gesteigerte Attraktivität durch Action Spots

Steht ein größeres Budget beim Design einer virtuellen Messe zur Verfügung, spielen bereits interaktive Formate mit Gamification- oder Teambuilding-Charakter als wirkungsvolle Gestaltungselemente eine zunehmend wichtigere Rolle. Wer als Teilnehmer virtueller Veranstaltungen interaktiv eingebunden wird, beispielsweise im Rahmen einer Online-Umfrage oder einem themenbezogenen Ratespiel – also generell, wenn die Besucher spielerisch etwas entdecken dürfen – dann bleiben das Aufmerksamkeitslevel und die Erinnerung an den Aussteller meistens hoch.

Man spricht in diesem Zusammenhang auch von so genannten „Action Spots“. Action Spots sind Angebote der Aussteller mit Erlebnischarakter – besondere Aktionen und Attraktionen. Sie ersetzen den Eye-Catcher, das Give-away oder das Gewinnspiel auf der physischen Messe und bieten den Besuchern einen besonderen Grund, beim Online Event auf dem Messestand vorbeizuschauen und sich mit dem Angebot der Aussteller zu befassen.

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Skalierbare 3D-Raumwelt einer virtuellen Messe

Action Spots funktionieren besonders gut, wenn sie in einer Kombination aus statischen Elementen und dem Klick in eine räumliche Dimension eingesetzt werden. Der Action Spot ist dann beispielsweise ein begehbares 3D-Produktmodul, das der Besucher in allen Facetten erkunden und begutachten kann – inklusive unterhaltenden Daten und Fakten oder ggf. Live-Sessions, bzw. Workshops mit einem Produktmanager, der wertvolle Tipps gibt und bei Fragen Rede und Antwort steht.

Dieses Szenario lässt sich je nach Budget auch beliebig erweitern und im Idealfall zu einer vollständigen 3D-Erlebniswelt ausbauen. In diesem Premiumbereich ist schließlich die Zusammenarbeit mit einem Messe-Architekten genauso wichtig für eine professionelle Herangehensweise wie bei der Gestaltung einer realen Messe. Sie sollte selbstverständlich sein. Es geht dabei auch um weit mehr, als „nur“ einen digitalen 3D-Zwilling zu bauen, der schön von allen Richtungen anzusehen ist. Um dem User Lust auf das Messe-Event zu machen, sollte die Erlebnis-Architektur ähnlich der Entdeckungsreise bei einem Computerspiel aufgebaut sein, mit verschiedenen Touchpoints und thematischen Räumen, die auf Wunsch betreten und erkundet werden können. Den Gestaltungsmöglichkeiten sind praktisch keine Grenzen gesetzt und die Entwicklung ist hier bereits weit fortgeschritten. Inzwischen ist auch eine maßgeschneiderte, individuelle Customer Journey möglich, indem der User sich selbst vorab aussucht, welche Räume und Inhalte ihn bei dem Aussteller interessieren. Er baut sich dann seine eigene, ganz persönliche virtuelle Messe zusammen.

Überzeugende Kompetenz in der Kreation von virtuellen Messen

Als erfahrene Digitalagentur in Stuttgart profitieren unsere Kunden von der einmaligen Kombination aus internationaler, strategischer Marketingberatung und der ebenso langjährigen Erfahrung in der visuellen und inhaltlichen Kreation von Messeständen und -auftritten. Diese Kompetenzen ermöglichen einen einzigartigen Weitblick und sind der Erfolgsgarant aktueller virtueller Messe-Projekte unserer Kunden, wie beispielsweise Lisec oder SAPPI. Gerade im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung hybrider Events wird die professionelle visuelle Umsetzung im Sinne eines Corporate Designs entscheidend den Außenauftritt und die Wahrnehmung bei allen Zielgruppen und Stakeholdern eines Unternehmens prägen. In einem persönlichen Gespräch erklären wir Ihnen gern, warum es darüber hinaus sinnvoll ist, diesen Aufwand für einen anspruchsvollen virtuellen Messeauftritt zu leisten.

Markus Rahner
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