Dead­line für Ihre Ge­schäfts­mo­del­le

Geschäftsmodelle, die heute (noch) nicht konsequent auf Nachhaltigkeit ausgerichtet sind, gefährden sich gewissermaßen selbst. Nachhaltigkeit und Digitalisierung sind zu den bedeutenden Parametern für Zukunftsfähigkeit geworden. Über die umfassende Auseinandersetzung mit möglichen Zukunftsszenarien und wie man sich darin als Unternehmen behaupten kann, wurde an dieser Stelle schon berichtet. Konsequenterweise kommt im nächsten Schritt die kritische Prüfung des eigenen bestehenden Geschäftsmodells hinzu. Auch das geschieht nicht losgelöst, sondern im Kontext der Weiterentwicklung unserer Weltwirtschaft – hin zu einer nachhaltigeren Wirtschaft der Wartung, Reparatur und Wiederaufbereitung.

Es än­dert sich nichts – au­ßer man tut es

Stichwort Kreislaufwirtschaft. Bisher ist die Vorstellung einer vollständigen Schließung von Stoffkreisläufen – unter anderem durch die Verwendung von Abfällen als wertvolle „neue“ Ressourcen – zwar eine reine Vision. Dass diese jedoch Realität werden muss, ist für die Mehrheit der Experten unstrittig. Der schwere Weg zu dieser nachhaltigeren Wirtschaftsordnung erfordert weitreichende systemische Veränderungen. Denn Kreislaufwirtschaft ist deutlich mehr als ein verbessertes Abfallmanagement und eine technisch optimierte Abfallwirtschaft. Es werden zukünftig Innovationen eine zentrale Rolle spielen, die langlebige, reparierbare und vollständig recycelbare Produkte hervorbringen.

Und um die Grundidee des „Second Sourcing“ möglichst umfänglich umsetzen zu können, bedarf es darüber hinaus noch eines deutlich vorgelagerten Schrittes: Die spätere Wiederverwertung der Produkte oder Produkteinzelbestandteile muss bereits im Design schon mitberücksichtigt werden, also nicht erst am Ende des Lebenszyklus. Für dieses Ziel werden Rohstoffproduzenten, Produktdesigner, Handel, Konsumenten und die Abfallwirtschaft gemeinsam an optimierten Lösungen arbeiten müssen, anstatt sich nur auf „ihre“ Elemente der Supply Chain zu fokussieren.

Dazu kommt, dass feste Prozeduren und Gesetzmäßigkeiten für das Festlegen und Monitoring von Wiederverwendungsquoten zu etablieren sind. Eine verlässliche Datenbasis dafür existiert aktuell nicht. Segen und Fluch zugleich: Die Entwicklung einer zuverlässigen Faktenlage wird hierzulande durch die Vielzahl sehr gut etablierter einzelner Wiederverwendungswege und den daran beteiligten Akteuren erschwert. Weitere Handlungsansätze beziehen zusätzlich die individuelle Herstellerverantwortung, die Verhinderung illegaler Abfallexporte sowie eine konzentrierte interdisziplinäre Forschung zur Umsetzung der Kreislaufwirtschaft ein.

Allein diese Weichenstellungen für eine nachhaltigere Wirtschaftsordnung spiegeln die enorme Komplexität dieser gesellschaftspolitischen Aufgabe wider. Gleichzeitig bedeutet es eine grundsätzliche Umkehr vom bisherigen Gedankenmodell „Produzieren-Nutzen-Wegwerfen“ und damit für viele Unternehmen einen fundamentalen Wandel ihrer aktuellen Geschäftsbasis mit unvorhersehbarer Zukunft.

SWOT-Ana­ly­se mit Nach­hal­tig­keits­po­ten­zi­al

Eine umfassende SWOT-Analyse hilft dabei, die eigene Geschäftsbasis in diesem Kontext kritisch zu beleuchten und Chancen für ein nachhaltiges Geschäftsmodell mit mehreren validen Standbeinen aufzuzeigen.

In Zusammenarbeit mit Experten und Beratern wie der Ruess Group bildet die professionell und unabhängig durchgeführte Analyse eine gute Basis, um (neue) Potenziale für Innovation zu identifizieren, weiterführende Maßnahmen zu definieren und damit die gesetzten Nachhaltigkeitsziele kurz- und mittelfristig erreichen zu können.

Der Rechercheaufwand hierfür ist nicht zu unterschätzen - je umfangreicher, unabhängiger und sorgfältiger, desto besser. Er ist notwendig, um verlässliche und eindeutige Schlussfolgerungen ziehen zu können, aus denen das Management klare Entscheidungen für die nachhaltige Zukunft des Unternehmens und seines Geschäftsmodells ableiten kann.

Kom­pe­ten­zen neu den­ken und ein­set­zen

Auf Basis unserer Erfahrung mit diesen wesentlichen Change-Prozessen sind Aha-Momente auf Kundenseite vorprogrammiert. Oft wird erst durch die Ableitung der SWOT-Analyseergebnisse in eine Strategieplanung deutlich, welche neue Rolle Unternehmen einnehmen müssen, um zukunftsfähige und nachhaltige Geschäftsmodelle aufzubauen. Die Kunst liegt darin, bestehende Kompetenzen neu zu denken, mit den aufgedeckten Potenzialen für mehr Nachhaltigkeit sinnvoll zu verknüpfen und schließlich zielführend einzusetzen.

Neben vielen Antworten tun sich meist auch viele neue strategische Fragen auf, wie zum Beispiel:

  • Das Unternehmen setzt zukünftig auf mehrere nachhaltige geschäftliche Standbeine, aber welches bekommt mehr Gewicht?
  • Wie setzt man in diesem Zusammenhang bisherige Kompetenzen in einem nachhaltigen Geschäftsmodell neu ein?
  • Welche neuen Kompetenzen braucht das Unternehmen, um langfristig nachhaltiger am Markt erfolgreich zu sein und woher bekommt es diese?
  • Welche zukünftigen Business-Chancen erwachsen aus dem neuen Geschäftsmodell noch?
  • Wie sieht es mit dem Geschäftsethos aus: Soll man als Unternehmen im Rahmen einer nachhaltigen Wirtschaftsordnung eher profitieren oder die gesellschaftliche Verantwortung priorisieren?

Bei der Beantwortung dieser Fragen können sich unsere Kunden auf unsere Nachhaltigkeitsexpertise verlassen. Wir entwickeln gemeinsam den strategischen Pfad und verankern diesen so im Unternehmen, dass es zu Recht die Prädikate „nachhaltig“ und „zukunftsfähig“ erhält. Sie wollen sich darüber hinaus nachhaltig zertifizieren lassen? Auch bei diesen meist sehr zeitintensiven und aufwändigen Prüfverfahren stehen wir Ihnen gern zur Seite und begleiten sie auf dem lohnenden Weg zum gewünschten Qualitätssiegel. Warum diese Anstrengungen auch im Hinblick auf den Wertewandel, neuen Konsumgewohnheiten und der Mediennutzung jüngerer Generationen ein signifikanter Wettbewerbsvorteil sind, berichten wir im kommenden Beitrag.

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