13. August 2020

Ein Content-Management System ohne Gesicht

Kopflos im Web

Die Zeiten klassischer Websites, mit denen sich Kunden online präsentieren, haben ausgedient. Die digitale Transformation ist heute weit fortgeschritten und erfordert neue vernetzte und integrierte Lösungen. Viele unterschiedliche Kanäle sind gleichzeitig mit Content zu versorgen. Hier eine App, dort ein Newsletter und was auch immer als nächstes mit dazu kommt. Die Entwicklung von komponentenbasierten Benutzeroberflächen rückt in den Mittelpunkt von React Agenturen wie der Ruess Group in Stuttgart. Bisherige Content-Management-Systeme (CMS) können hier an ihre Grenzen stoßen, Headless CMS kommt ins Spiel.

Auslöser für die Entwicklung von „kopflosen“ CMS ist das veränderte Konsum- und Kommunikationsverhalten der User und Anwender. Heute nutzen Unternehmen häufig mehrere Sites und Applikationen, beispielsweise Vertriebs- und Kunden-Apps, Online-Shops etc. gleichzeitig. Um inhaltlich nicht mehrere Systeme parallel pflegen zu müssen, wurde deshalb eine Lösung entwickelt, die den Upload und die Bearbeitung von Content in beliebig vielen Medien schnell und unkompliziert ermöglicht.

Komfortabel. Schnell. Effizient.

Ein Headless CMS ist also sowohl eine Weiterentwicklung als auch eine Verknappung eines klassischen CMS. Dem System werden integrale Bestandteile genommen, um es für unterschiedlichste Plattformen und Technologien kompatibel zu machen. Das gelingt dadurch, dass Frontend und Backend in einem Headless CMS nicht mehr monolithisch miteinander verknüpft sind. Der Fokus liegt auf dem Backend mit einem sehr flexiblen Zugriff: Alle Beteiligten – vom Autor bis zum Grafikdesigner – können mit ihren eigenen präferierten Systemen und Programmen an einem Headless CMS arbeiten. Daher ist ein kopfloses CMS unglaublich schnell und äußerst effizient in der Performance.

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Der Kunde gewinnt

„Die Neuausrichtung hin zu performance-orientierter Kommunikation steht auf der Agenda vieler Unternehmen aus nahezu allen Branchen“, berichtet Steffen Rueß, geschäftsführender Gesellschafter der Stuttgarter React Agentur Ruess International aus Stuttgart. Der Beratungsbedarf sei groß und in jedem Fall müsse immer individuell mit dem Kunden über den Sinn und Zweck einer Umstellung auf ein Headless CMS diskutiert werden. „Bei einer neuen Seite für ein schnell wachsendes technisches Unternehmen mit vielen weiteren Ideen für Anwendungen (Kundenportal, Extranet, Webshop, etc.) raten wir zu einem Headless System. Ein solches Unternehmen hat damit perspektivisch deutlich weniger Investitions- und Anpassungskosten, weniger Ärger wegen technischen Problemen und weniger Pflegeaufwand.“

CMS ist nicht gleich CMS

Per se sind die Experten der Digitalagentur offen, welches CMS der Kunde als Ausgangspunkt für die Umsetzung eines Headless Systems wählt. Sie raten aber von den bekannten Flagschiffen Typo3 und WordPress unter dem Aspekt der Zukunftsfähigkeit doch eher ab. „Typo3 birgt unserer Erfahrung nach einen vergleichsweise hohen Programmieraufwand für das gleiche Ergebnis. Man könnte es auch als ‚bürokratisches‘ CMS bezeichnen, das nicht sehr anwenderfreundlich ist. Und WordPress unterstützt keine komplexen Anwendungen und birgt ein relativ hohes Risiko von Hackerangriffen mit dauernden zusätzlichen Pflegeaufwänden“, so Rueß weiter. Mögliche Alternativen sind klassische CMS wie zum Beispiel Contao, Craft oder Drupal.

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Vom Detail- und Expertenwissen zum Thema Headless CMS profitieren bereits die ersten Kunden der Ruess Group. Kunden aus der Automobilzuliefererbranche sowie weitere Technologiekunden wählten die Digitalagentur aus Stuttgart als Partner, um sich agiler in Marketing und Kommunikation auszurichten. Wie ein Headless CMS genau funktioniert und welche Leistungen die React-Experten der Ruess Group dazu anbieten finden Sie hier.