13. Juli 2020

40 Jahre Betriebszugehörigkeit: Ein Urgestein der PR geht in Pension

Ende Juni war es soweit: Wir verabschiedeten unseren geschätzten „Mr. Placement“, Stefan Skrzipietz, in den Ruhestand. „Eine tolle Reise“: Mit diesen Worten beschrieb Skrzipietz bei der Abschiedsfeier auf unserer Dachterrasse seine 40 Agentur-Jahre.

Als Text- und Foto-Redakteur war Stefan Skrzipietz seit 1980 für die Ruess Group im Dienst. Neunzehnhundertachtzig – das ist lange, lange her. Wer sich kurz in die Zeit zurückversetzen will: 1980 startet Rubiks „Zauberwürfel“ seinen Siegeszug durch die deutschen Kinderzimmer und das Album „Back in Black“ von AC/DC mit dem Hit „Hells Bells“ erscheint. Erst zehn Jahre später wurde überhaupt entschieden, unser heute omnipräsentes Internet für kommerzielle Zwecke nutzbar zu machen.

Anfang der 1980er Jahre beschließt also Stefan Skrzipietz, der übrigens so manche Musiklegende vor seiner Kameralinse hatte, dass weniger das Schreiben im Vordergrund seiner Arbeit stehen wird, sondern die „Relations“ in „Public Relations“. Er verschreibt sich mit Haut und Haaren der Kontaktpflege zu den Journalisten und stellt das Placement in den Fokus seiner Arbeit. Und das mit Erfolg, für sich, die Agentur und unsere Kunden! Von der Fachzeitschrift bis zur FAZ, er bekam sie alle – wirklich alle!

Unser „Mr. Placement“ hat über die Jahrzehnte hinweg an die 50.000 Veröffentlichungen weltweit erreicht – klassisch gedruckt und in den letzten Jahren vermehrt auf den digitalen Plattformen der Verlage. Er hat damit etwa 600 Unternehmen und Marken in ihrer Bekanntheit gepusht. Wie zum Beispiel die unseres Kunden Gerhard Schubert GmbH. Der Verpackungsmaschinenhersteller aus Crailsheim zählt mit 42 Jahren Agenturzugehörigkeit noch etwas länger zu unserer Historie als Stefan Skrzipietz.

Mit Leidenschaft und Loyalität für die PR-Agentur und die Kunden

„Du musst dein Gegenüber für dich und deine Botschaft gewinnen. Du kannst nicht über ihn verfügen.“ Unter diesem Leitspruch stand die Arbeit von Stefan Skrzipietz. „Der Job eines PR-Mannes lässt sich nicht einfach nur so machen, man ‚lebt‘ diesen Job“, ist er sich zudem sicher. Auf die Frage, ob sich das „Persönliche“, das Kontakthalten mit den Journalisten in den letzten Jahren gewandelt hat, sagt er: „Bei denen, die ihren Job mit Herzblut machen, lässt das Interesse an Austausch und persönlichen Kontakt nicht nach.“

Das Zwischenmenschliche, der persönliche Austausch zwischen Verlag, PR-Agentur und Kunde ist mit Sicherheit einer der Aspekte, die die Presse-Arbeit von anderen Marketingdisziplinen unterscheidet und auszeichnet. Und Stefan Skrzipietz lebte diese Arbeitsweise vor und baute zusammen mit dem Content-Team über die Jahre ein Netzwerk auf, das sich für die Ruess Group noch lange auszahlen wird.

200710 Stefan

Presse-Arbeit verändert sich

Früher reichten für das Placement das persönliche Notizbuch, das jährliche, mehrere hundert Seiten dicke Journalisten-Kontaktbuch und ein Telefon. Heute wird die Öffentlichkeitsarbeit über digitale Recherchetools für Kontakte und Themen unterstützt und der Redakteur kommuniziert via Newsroom und Twitter mit seinen Stakeholdern. Die Zahl der Kommunikationskanäle wächst stetig und neue Textformate werden benötigt. Parallel dazu verändern sich die klassischen Felder Public Relations und Werbung, sie fusionieren zusammen mit der Digital-Unit zum großen Spielfeld Content-Marketing. Dennoch „menschelt“ es weiterhin in der Öffentlichkeitsarbeit und die PR behauptet ihren langfristig angelegten Auftrag, Bekanntheit und Sichtbarkeit für Unternehmen und Marken zu erreichen.

Innerhalb der Redaktionsstruktur einer Agentur sind Redakteure wie Stefan Skrzipietz, die sich den Media Relations verschreiben, auch als Schnittstelle zwischen Kunde, Redaktion und Mediaabteilung wichtig. Sie kennen die Top-Medien und wissen, welche Stories die Redaktionen haben wollen. Für Stefan Skrzipietz brachte der Agenturalltag auch immer viel Abwechslung mit sich. Er liebte die Themenvielfalt mit seinen unterschiedlichen Kunden und Branchen. Ihn zeichnete sein Interesse an den Menschen aus und der unbedingte Wille, jedes Thema in alle Medien zu bekommen.

Lieber Stefan,

wir wünschen Dir von Herzen einen schönen und erlebnisreichen Ruhestand im Kreis deiner Familie! Wir bedanken uns für deine Loyalität, dein Engagement, deine Hilfsbereitschaft und deine Ehrlichkeit in all den Jahren. Auf die Frage, was dich 40 Jahre lang, tagtäglich angetrieben hat, hast du geantwortet: „Die richtige Grundeinstellung und das Selbstvertrauen in die eigene Person sind es, die den Tag positiv beeinflussen können. Think positiv.“ Dem können wir eigentlich nicht viel hinzufügen – denke weiterhin positiv, bleib gesund und aktiv und komm uns besuchen! Dein Team.

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